Der
Softwarehersteller aus Redmond bereitet zur Zeit das neue
Betriebssystem WINDOWS VISTA vor. Viele Benutzer sind bereits
nun gespannt auf die Features des XP-Nachfolgers und doch
besteht Bedarf an Informationsaustausch in der XP-Schublade,
zumindest bei dem 64-Bit Betriebssystem. Grund dafür
ist die Information, dass die x64-Edition nur mit neuen Rechnern
ausgeliefert und nicht über den Handel vertrieben werden
soll.
Doch
was wäre, wenn Benutzer sich eine eigene 64-Bit-Architekur
mit allen selbst auserwählten Komponenten zusammenstellen
würden und das 64-Bit-Betriebssystem anschließend
installieren? Für diese Diskussion haben wir im LDPlabor
folgende Komponenten vorbereitet:
Das
System:
Ein
AMD FX-51 Prozessor wird auf ein MSI K8T Master1 (FAR Series)
gesteckt. Dieses Mainboard unterstützt die 940 Sockel
und die damit verbundene AMD's x86-64-Technology. Das Mainboard
unterstützt DDR333/266/200 Speicher, die unbedingt "registered
ECC" sein sollten. Die DDR400 mit 2x512 MB von Kingston
(ValueRAM DIMM) wurden hier verbaut. Ein SATA-System wäre
möglich gewesen, allerdings sind 2 EIDE Western Digital
Festplatten á 200GB installiert. Neben einer FireWire
Karte von Hercules und der DVB-T Pinnacle MediaCenter 300i
sind auch zwei Laufwerke des Herstellers LiteOn verbaut, die
einen sucheren Betrieb aller CDs und DVDs gewährleisten
sollen. Als Grafikkarte arbeitet eine MSO FX500XT-VTD128 im
inneren des Gehäuses. Die Außenhülle besticht
durch einen silbernen Glanz des ANTEC P-160, welcher Tower
auf dem ATX-Standard beruht. Das ganze System arbeitete bereits
auf WINDOWS XP-Basis.
Erfahrungswerte
Beim
Einlegen der Installations-CD der Windows XP Professional
x64 Edition wird gebeten von der CD-Rom zu booten. Nachdem
die erforderlichen Änderungen im BIOS vorgenommen wurden,
bootet die CD bei unserem Testrechner dreimal und installiert
die notwendigen Komponenten. Die 64bit-Version installiert
sich prima auf dem 64bit-Rechner. Doch wie sieht es nun mit
passenden Programmen und Treibern aus? Viele Anbieter, wie
beispielsweise nVidia bietet einen separaten Grafiktreiber
für die 64bit-Architektur. Das ist prima, denn auf der
anderen Seite gibt es Anbieter - für i1394 und DVB-T-Karten
-, die leider keinen Treiber anbieten, um ihre Peripherie
zum Laufen zu bekommen. Hier muss man schlicht auf die Komponente
verzichten. Bei der Videobearbeitung haben unsere Werte eine
Leistungssteigerung um 30% erreicht. Externe Quellen behauptet,
dass eine Leistungssteigerung von bis zu 60% bei einem gut
optimierten System und der Software problemlos möglich
ist. Die Gamer unter den Leser müssen wir allerdings
vertrösten, da es kaum ein Angebot für Spiele in
dem Bereich gibt. Wer allerdings auf ein solches System setzt,
wird nicht unbedingt an einem Angebot in der Spielewelt interessiert
sein. Für mathematische Prozesse, 3D-Modeling und Videobearbeitung
sehen wir ein großes Potential, da 64bit die Bus(e)
untereinander besser und schneller adressieren kann und merklich
mehr RAM verwalten kann. Speicher ist für rechenintensive
Prozesse unabdingbar und kann nie genug sein.
Leider gibt es noch genügend Anwendungen, die nicht mit
der WINDOWS XP 64bit Edition zusammen arbeiten. Schnell kommt
man zum Schluss, vielleicht doch wieder sein Running-System
wiederherzustellen. Diese Bemühungen entpuppen sich allerdings
schnell zu einer enormen Herausforderung, denn das 32Bit System
wurde nur über Umwege nach einem vorhandenen 64bit-Betriebssystem
wieder erkannt.
|
|
Kritik
Um dem Profi-Markt neues Leben einzuhauchen, da ist Microsoft
stets auf den richtigen Wegen. Mit der 64bit-Architektur setzt
Microsoft als Vorreiter einen richtigen Schritt Richtung Zukunft.
Die 64bit-Edition ist sicherlich nur ein Zwischenschritt zwischen
XP "normal" und dem bald erwartenden WINDOWS VISTA,
doch bedenkt man, dass diese Version bereits im April 2005
bestellen konnte, erkennt man die Bemühungen Microsofts
stets mit der Zeit zu gehen, was in der Computerbranche ein
absolutes MUST ist. Wer ein System neu zusammenstellen möchte
und dann die 64bit-Edition nachträglich installiert,
dem sei von der Idee abgeraten, auch wenn der Festplatten
Crash im LDPlabor nur schicksalhafte Folgen sein können
und nicht auf die Formatierung zurück zuführen ist.
Wer ein bereits auf die 64bit-Edition vorinstalliertes System
erwirbt, der ist für den Profi-Bereich bestens ausgestattet,
zumindest solange es WINDOWS VISTA noch als RC1-Version gibt.
Die Frage nach optimierter Software und fehlenden Treibern
allerdings sollte man sich selber stellen und für sich
entscheiden. Ideal ist es, wenn jeder Komponentenhersteller
einen passenden Treiber für die 64bit-Edition zur Verfügung
stellt und man selber diese Komponenten auch benutzt. |
|