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Test: Was taugen die 3M KLETT-POWER als Wandbefestigung

Beitragsbild 3M KLETT-POWER im Test bei LDPcom

Der Alltag in der Medienproduktion sieht oftmals so aus, dass fertige Projekte an unseren Wänden angebracht werden sollen, damit weitere Kunden sich von unserer Arbeit inspirieren lassen können. Die Einen nennen es wahre Kunst, die Anderen bleiben bei einen zeitaufwändigen Projekt als Bezeichnung. Wie auch immer das Projekt und in diesem Fall das Gemälde gennant wird, was an unserer Wand befestigt werden soll, hier kommen alle Gemüter auf einen gemeinsamen Nenner. Rasch, schnell und einfach soll die Anbindung des Acrylrahmens an der Wand von statten gehen. Für unseren Test glauben wir der Werbung von 3M und kauften uns die KLETT-POWER Pads. Hat nichts mit unserem Portal iPadBlog zu tun, aber der Name ist doch schon sympathisch gewesen. Hier beschrieben wir unsere Erfahrung mit den KLETT-POWER Pads und sprechen am Ende ein Fazit aus.

Die Herausforderung

Ganz gleich, ob eine Steckerleiste an der Wand befestigt werden soll, ein Spiegel oder wie in unserem Fall ein Acrylgemälde, was eine grafische Arbeit zeigt. Ziel ist es, dass quadratische Element an die Wand zu bringen. Die Pads werden auf Raufasertapette geklebt und die auf die glatte Rückseite des Acrylgemäldes.

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Berechnung der Tragkraft

Damit auch alles seine Richtigkeit hat, berechne ich die erforderlichen Pads und die Tragkraft. Dafür nehme ich mir eine Küchenwaage und erhalte ein Gesamtgewicht von 1367 g. Auf der Verpackung steht:

NEU: 10 x stärker als bisher! 450 g / Pad.

Prima denke ich mir und plane einfach an jeder Ecke am Rahmen ein Pad zu platzieren. Damit tragen die Pads 4x 450 g, was 1800 g bedeutet. Da wir aber nur 1367 g haben, entsteht ein positiver Spielraum von 433 g.

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Erfahrungswert

An vier Stellen werden die Pads angebracht. Das Ausrechnen des Abstandes erfordert ein wenig Geschick und mathematischen Kenntnisse, aber als Absolvent der Heinrich-Heine Universität traue ich mir dies locker zu. Nachdem alle vier Pads an Wand und auf der Rückseite des Acrylgemäldes befestigt sind, kommt die Verbindung dran. Klappt super. Perfektes Material, welches sich in die steifen kurzen Borsten einhackt. Anders kann ich dies nicht beschreiben, trifft den Vorgang allerdings recht nahe.

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Nach zwei Tagen betrete ich mit Kundschaft den Raum und bemerke, dass irgend etwas anders ist. Die Wand wirkt deutlich kahler und weisser. Jetzt habe ich es: Das Bild ist verschwunden. Wie mit Feenhand (siehe den aktuellen Film Maleficent – Die dunkle Fee) weg gezaubert. Wieder finde ich das Acyrlgemälde hinter der Sitzgelegenheit, einer schicken Schillig Couch. Vorteilhaft ist dieser Kundenauftritt leider nicht gewesen.

Was haben Sie denn da für die Befestigung verwendet, junger Mann? Warum nehmen Sie nicht gleich Hacken?

Auf diesen Kommentar hätte ich über 1000 Antworten geben können, aber besser ist es die Ruhe zu bewahren und hinter seiner Aktivität zu stehen.

Nach diesem Vorfall habe ich das Bild jedes Mal wieder aufgegangen, zwei Jahre lang habe ich das Spiel nun gemacht und heute hat es mich so genervt, dass ich dies in einem exklusiven Beitrag nieder geschrieben habe. Sicherlich hätte ich Hacken nehmen können, aber die „Convenience“ von heute erlaubt es doch auch ohne Bohren und Schrauben. Und warum kann ich den Angaben auf einer Packung eines doch eher bekannten und erfolgreichen Produktes nicht glauben?

Fazit

Über zwei Jahre habe ich das Bild immer wieder aufgehangen, nachdem es wie durch Feenhaft verschwunden ist. Die Pads waren einfach zu schwach und haben das Acrylgemälde nicht gehalten. Zu naiv ist hier der Kunde gewesen und zu wenig Spielraum hat er wohl dem Produkt überlassen. Als Empfehlung kann ich das Produkt 3M KLETT-POWER nicht nominieren. Trotzdem sollte sich der Nutzer und damit auch ich mal selbst an die Nase packen. Mein Fehler? Vielleicht ja, denn erst heute bin ich mal auf den Gedanken gekommen, statt vier Pads mal sechs Pads zu verwenden. Die Packung ist noch nicht ausgereizt, denn 16 Pads (für 8 Druckpunkte) reicht eine Packung völlig aus. Ich werde das Acrylgemälde erneut aufhängen, wenn die Fee dann wieder zuschlägt erweitere ich die Pads und damit auch den Spielraum mit der maximalen Traglast.

Und bei Euch?

Eure Erfahrungswerte

Zur Thema Wandbefestigung gibt es sicherlich ganze Foren. Aber lediglich an diesem Beispiel kann man sehen, wie ein Gedankengang beeinflusst wird. Wie hättet ihr das Acrylgemälde aufgegangen? Welche Erfahrungen konntet ihr bereits mit diversen Wandbefestigungen durchführen?

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