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Warum Fieber mich nicht von einer Moderation auf der 7. Aufschwung-Messe abhalten konnte

Header 7. Aufschwung-Messe in Frankfurt

Im Vorfeld möchte ich mich bei Burkard Schneider und Kai-Jürgen Lietz bedanken, die mich für den Moderationseinsatz bei der bekannten 7. Aufschwung-Messe in Frankfurt ausgesucht haben. Ein Casting musste ich hier nicht durchgehen…;-) Am Dienstag, den 19. März 2013, fand die 7. AUFSCHWUNG-Messe und Kongress für Existenzgründer und junge Unternehmen in der Goethe-Universität Frankfurt statt und konnte mit 2.831 Teilnehmern einen Besucheranstieg im Vergleich zum letzten Jahr (+ 3 %) verzeichnen. Damit stemmt sich Frankfurt gegen den bundesweiten Trend der stark sinkenden Zahlen von Besuchern auf Gründermessen. 300 Experten an Messeständen und in 50 Vorträgen des Kongresses informierten die Besucher, wie Gründer erfolgreich durchstarten und junge Unternehmen sich am Markt etablieren und wachsen können. Zum Abend hin wurde das Event-Im-Event mit dem Namen Sternstunden für Unternehmer präsentiert, bei welchem ich seit 2007 aktiv mitwirke und die Moderation durchführen sollte. Wie ich den Abend empfunden habe und warum heiße Temperaturen nichts ausmachen und mich von diesem Event abgehalten haben, erfahrt ihr in meinem kurzen Erfahrungsbericht.

Annahme im Vorfeld

Angenommen, ich wäre privat in einer tiefen Verpflichtung integriert und würde an diesem Tag schon einen schlechten Start in den Tag gehabt haben – was hätte es an dem Verlauf meines Tages geändert? In der Tat, das gewöhnliche Leben muss weiter gehen und Verständnis oder Mitleid wird man von den wenigsten Mitmenschen erhalten. Dies ist kein Vorwurf, denn es würde eh nichts an der Tatsache ändern.

Start in den Tag

Nachdem der Wecker um 6:45 Uhr geklingelt hatte… ok, nachdem mein iPhone um diese besagte Zeit den digitalen Klingelton „Harfe“ sanft und stetig lauter verlauten liess, merkte ich, dass mit dem Wohlbefinden heute nicht wirklich alles in Ordnung ist. Gliederschmerzen und Fieber bemerkte ich sofort. Hoffentlich war ich nicht auch noch heiser! Ein kurzer Schnelltest á la „Atmung, Stimme Sprache“ widersprach allerdings meiner Befürchtung. Tatsächlich spielte ich mit dem Gedanken abzusagen. Aber wollte ich wirklich auf die sechs Top Referenten der Sternstunde für Unternehmer verzichten und sie sogar im Stich lassen. Also jetzt mal ganz ernst: Innerhalb von wenigen Stunden einen Moderator für dieses Event zu besorgen erschien nicht realistisch. Auch kein B-Moderator…;-) Hoffe, dass meinen Lesern gerade die brisante Situation klar wird: Ein Feuerwerk aus sechs inspirierenden Zehnminutenvorträgen auf der bekannten Aufschwung-Messe. Die Motivation war gewaltig und ich tat alles, um mich zu schonen, um die entscheidenden 60 Minuten volle Leistung geben zu können. Schließlich sollten sich das Publikum und die Referenten über den Namen in der Vortragsübersicht im Vorfeld freuen.

Beginn der Sternstunden für Unternehmer

AUF12_Lietz-KongressprogrammDer Saal war mit fast 180 Plätzen ausgebucht gewesen. Ich begann mit den Nachrichten, dessen letzte Schlagzeile einer Sportler-Affäre war, um die Überleitung zu meiner Affäre mit der Aufschwung-Messe viele Jahre zuvor erläutern zu können. Dabei spielte das iPad und das damals von mir gegründete Internetportal iPadBlog (Deutschland reichweitenstärkstes Internetportal für iOS-Geräte, App-Empfehlungen und Zubehör.) eine wichtige Rolle. Interessanterweise nahm der erste Referent Clemens Adam gleich die Geschichte mit dem iPad auf und erzählte seinen Erfahrungswert mit den Tablets dieser Welt und für welches Tablet-Gerät er sich entschieden hat, um in sein Verkaufsthema einsteigen zu können.

Nachdem der zweite Referent von mir angekündigt wurde, merkte ich eine unaufhaltsame Hitze in meinem Kopf ansteigen. Das Fieber kam jetzt richtig in Fahrt. Der Kopf und die Gedanken schienen wie gelähmt. Jetzt aufgeben? Diese Option erschien mir keine gute Alternative. Schließlich macht es mir auch Spaß. Ich wurde dafür ausgebildet und schon während meines Studiums habe ich auf zahlreichen Messen als Produktpräsentator und Moderator gearbeitet. Vielleicht sollte ich einen guten Kollegen in der Stuhlreihe ansprechen und fragen, ob er übernehmen kann? So ein Quatsch! Nicht umsonst muss ein solches Event auch geringfügig vorbereitet werden – das ist keine reine Inspirationsveranstaltung. Nein? Ein wenig schon. Enorm viel Kapazität habe ich für die Spontanität verbraucht. Mir ist es wichtig, Zusammenhänge der Redner oder der ganzen Veranstaltung aufzugreifen und in der Moderation passend zu verbinden. Eine schnelle Auffassungsgabe und hohe Konzentration wird bei dieser Aufgaben abverlangt.

Überleben und weitermachen

Alle durchdachten Möglichkeiten schienen mir keine echte Alternative. Wie würde ich auch da stehen? Ich habe mir zum Ziel gesetzt, nicht anmerken zu lassen, dass es innerlich nicht rosig aussieht. Nur einmal im Jahr gibt es die Chance, die sechs Top-Referenten der Sternstunden für Unternehmer auf der Aufschwung-Messe in Frankfurt ankündigen zu dürfen. Schlussendlich ist es die Freude an der Arbeit, die Motivation durchzuhalten und zu bestehen und die Verantwortung für das Gelingen dieser Veranstaltung gewesen, welches der Schlüssel zum Weitermachen und Austricksen des Fiebers führte und mich durchhalten ließ. Mein Name konnte somit auf der Vortragsübersicht nicht verblassen.

Feedback

Für die zahlreichen Feedback möchte ich mich an dieser Stelle bedanken. Mein Ziel ist es schließlich, sich stetig zu verbessern.

(…) Moderation grundsätzlich ansprechend, nur mich hat man mit dem „stadionmäßigen“ Aufruf der Referentennamen nicht abgeholt.

facebook feedback zur Moderation auf Aufschwung-Messe

Guten Tag,
ich war gestern bei des Aufschwungsmesse in Frankfurt und war vor den Vorträgen der Sternstunde für Unternehmen begeistert. Nach vielen Vorträgen (die auch von sehr guten Qualität waren) mit vielen administrativen und finanziellen Themen fand ich sehr erfrischend, motivierend und genau, dass die Referenten aus eigener Erfahrung gesprochen haben und außergewöhnliche Themen von der mehr zugleich praktischen aber auch psychologischen/mentalen Seite angesprochen haben. Es hat mir erlaubt, neue Blickwinkel zu entdecken. Gründen beginnt im Kopf, mit Kreativität und einer besonderen, positiven, Lebenseinstellung. Danke, dass Sie es so gut verstanden und nachgegeben haben!
Beste Grüße,
Anne-Claire J.

Feedback Uschi zur Moderation von Rafael Schimanski

Ich höre nicht auf, besser zu werden. Wie schon gesagt, Buchungen für weitere Events kann ich aufgrund überfülltem Terminkalender nicht mehr annehmen, aber sicherlich sehen wir uns in irgendeiner Form im März 2014 an der Goethe-Universität oder am 27. Juni 2013 in Augsburg bei den Sternstunden für Unternehmer wieder. Ich freue mich drauf.